Wer bin ich?

Was für eine Option, sich bewusst mit der Frage: Wer bin ich? zu beschäftigen!

Was für eine Option, sich bewusst mit der Frage: Wer bin ich? zu beschäftigen! Unterschiedlichste Lebenssituationen sind vorausgegangen, die uns Menschen zu dieser Lebensphase bringen. Schmerz, Verlust, Sehnsucht, Frustration und Ratlosigkeit sind mögliche „negative“ Antreiber, sich der Frage zu widmen. Das Bestreben nach Glück, Erkenntnis, Einsicht, nach dem Sinn im Leben mögliche „positive“ Anreize. Alles Optionen, die uns nach dem: Wer bin ich? im Leben suchen lassen. Immer wieder in der Geschichte, stehen Menschen an der Schwelle dieser uralten Menschheitsfrage.

Eine intellektuelle Antwort darauf reicht uns nicht. Lässt viele Fragen offen. Also muss es andere Prozesse geben sich dem: Wer bin ich? zu nähern. Meditationen, Bewusstseinsübungen, spirituelle Retreats, Jakobsweg, und einiges mehr unterstützen diesen bewussten Weg der Selbstfindung.

Wir nähern uns dem Thema, indem wir Entwicklungsstufen und Modelle vorstellen, welche uns selber im Leben weiter gebracht haben. Immer wissend, dass dies nur Modelle sind, als mögliche Unterstützung auf dem Weg zur Antwort von: „Wer bin ich?“. Darum laden wir Sie ein zu experimentieren und den eigenen Weg der Erkenntnis zu beschreiten. Bücher alleine führen nicht zur Antwort. Wissen anderer auch nicht. Doch kann das Aneignen von Wissen ein guter Start sein, das eigene Bewusstsein zu erweitern. Denn aus dem Wissen heraus kann ein Weg entsprechend erkundet werden. Den Weg zu „Wer bin ich?“ können Sie nur mit dem Auge Ihrer Erkenntnis finden und dazu müssen Sie verschiedene Schichten durchleben.

Wenn Sie bereit sind, schnallen Sie sich fest an, denn Sie werden sich sicherlich in der einen oder anderen Beschreibung erkennen. Vielleicht weil es schmerzt, in Ihnen rebelliert oder zur Kritik verführt. Dann können Sie schnell die Seite wechseln, die Herausforderung beiseite schieben und vertagen. Oder Sie tauchen tiefer ein und bleiben neugierig, wie Ihr „Wer bin ich?“ damit umgeht und wo Sie sich derzeit wiederfinden. Denn mal ehrlich: den Sätzen hier ist egal, was Sie daraus machen. Sie erwecken sie zum Leben mit allem was (derzeit bei Ihnen) dazu gehört. Und vielleicht ist das ein Weg auf Ihrem Weg der Erkenntnis. Unsere Ebooks, Onlinekurse und Workshops unterstützen Sie vor allem darin, auf Ebene zwei und drei zu gelangen. Somit experimentieren Sie bei diesem Modell und wenn Sie tiefer eintauchen wollen, auf bald.

Ein Modell auf dem Weg zu „Wer bin ich?“

Vier Ebenen

 

In unserem Leben haben wir Menschen die Option Teile der vier Ebenen zu durchleben und bewusst daran zu wachsen. Die Option. Je nach Wissensdurst, Leidenschaft und Inspiration. Wenn Sie wollen, prüfen Sie doch in welcher Beschreibung Sie sich eher wiederfinden.  Und ja, es gibt kleine Überschneidungen, in Abhängigkeit von Lebensbereichen wie Arbeit, Familie, soziales etc. kann es sein, dass Sie mit einem Bein auf der einen und mit dem anderen Bein bereits fest verankert auf der anderen Ebene stehen. Das Leben ist komplexer als ein vier Ebenen-Modell. Tauchen Sie einfach ein auf dem Pfad nach: Wer bin ich? Und experimentieren Sie.

Wer bin ich?

Erste Ebene: Opfer – Täter-Verhalten

Zweite Ebene: Eigenverantwortliches Leben

Dritte Ebene: Im Leben

Vierte Ebene: Alles ist eins

Ebene eins: Opfer – Täter-Verhalten. „Das Leben geschieht mir!“

 

Diese Ebene wird auch Opfer-Täter-Ebene genannt. Schätzungsweise über 90 % der Menschen befinden sich auf dieser Ebene und somit in der Opfer- oder Täter-Haltung. Hier wird das Leben so empfunden, dass der nach der Überzeugung lebt, den Reaktionen anderer Menschen und Geschehnisse ausgeliefert zu sein und diese sein Leben beeinflussen und bestimmen. Somit „funktionieren“ Menschen auf dieser Ebene völlig angepasst nach den Regeln der Erziehung, Gesellschaft und gängigen Normen. Mit funktionieren ist die Nutzung des Verstandes gemeint, das “alte, vorgekaute Denken”, das vom Gehirnbesitzer nicht hinterfragt wird. Sich an die bekannten Regeln und Normen zu halten gibt Sicherheit und steuert das Leben in entsprechenden Bahnen. Die Warum-Frage ist als ständiger Begleiter präsent, um immer wieder Neues zu entdecken, zu leiden und anklagen zu können.  Deshalb unterliegt der Mensch dem ständigen Vergleich von “gut und böse”, “richtig und falsch”, “besser und schlechter”.

 

Zitat: “Wer etwas nicht will, findet Gründe.”

 

Um sich dessen bewusst zu werden und sich damit zu konfrontieren experimentieren wir in unserem EinsichT-Seminar zum Beispiel mit der Grundannahme: “Kein Lob – kein Tadel”.  Teste es doch mal selber für zwei Stunden am Tag – kein Lob – kein Tadel. Vielleicht wirst du überrascht sein.

Dabei wird vielen Teilnehmern bewusst, wie tief diese Denkweisen verwurzelt sind und wie häufig – pro Tag – wir in diese Denkmuster verfallen. Den meisten fällt es schwer, diesen Kreislauf zu durchbrechen. Gefangen in der Überzeugung DIE richtige Wahrnehmung, DIE richtigen Regeln für die Weltanschauung zu haben. Getrieben durch das “alte” Denken. Die eigene Wahrnehmung als Gehirnbesitzer wird genutzt, um sich dabei selbst und in Ketten zu legen und im Sumpf der Bewertungen haften zu bleiben. Im Straßenverkehhr, bei der Arbeit, in der Beziehung, im Urlaub, beim Nachbarn. Der Preis: Verzicht auf inneren Frieden, Harmonie und Glückseeligkeit im Leben.

 

Der Wandel:

Gut ist, um auf der wertenden Ebene von “gut und schlecht” zu bleiben, zu erkennen, dass beurteilt wird. Denn der Weg zu “Wer bin ich?” beginnt immer mit der inneren Erkenntnis und Akzeptanz. Auf die nächste Ebene gelangt, wer das Verlangen nach Lob und Kritik aufgibt und die Verantwortung für das eigene Leben übernimmt.

Ebene zwei: Eigenverantwortlich leben: “Wegen mir!”

 

Salopp gesagt: “Setz dir Ziele und mach was draus!”  Natürlich steckt hinter den drei Wörtern viel mehr. Bewusstsein, Mut, Auswirkungen des kohärenten Wirkens, Authentizität. Visualisierung, Motivation, Ziele umsetzen, raus aus der Komfortzone, Umgang mit Angst und Frustration und vieles mehr.  Das Wissen um die Auswirkungen unserer Denkprozesse ist nicht nur bekannt sondern wird  genutzt. Die Frage nach dem “Wie genau?” spielt eine bedeutende Rolle.  Visualisierungsmethoden, EfdA, (Energie folgt der Aufmerksamkeit), Meditationen sowie weitere gesundheitliche und energetische Auswirkungen auf Körper und Umfeld werden integriert. Hier wird aus dem Gehirnbesitzer stellenweise der Gehirnbenutzer. Er nutzt die Art und Weise des Denkens, um Ziele und Erfolg bewusst zu beeinflussen, ja zu erreichen. Neue, andere Denkweisen werden integriert und das Leben wird in die Hand genommen. “Jeder ist seines Glückes Schmied”, könnte ein passender Slogan sein. Oder auch: “Wer kann ich sein?” auf dieser Ebene übernimmt der Mensch die Verantwortung für seine Taten und beeinflusst Ergebnisse. Er gestaltet sein eigenes Leben nach seinen Idealen. Probleme werden genutzt, um daran zu wachsen und nach den eigenen Bedürfnissen auszurichten. “Im Fluss des Lebens?” Nein! Eher fokussiert darauf, den Fluss ans Leben anzupassen, doch was will man mehr? Erfolg, ein gewisses Maß an Luxus und die viele Ziele erreicht.

 

Zitat: “Wer etwas will, findet Wege.”

 

Trotz den symbolischen Siegen – das wahre Glück kann auf der Strecke bleiben.

Das Verlangen nach mehr, größerem und immer wieder Neuem signalsiert, dass der Geist noch nicht frei ist, sondern im Korsett der “alten” Denkenmuster steckt. Der Mensch kauft immer wieder Dinge, die er nicht braucht, um ein kurzfristiges Glück zu erleben. Um sich oder andere Menschen zu beeindrucken. Im Glauben, dass das funktioniert. Klar doch, er gehört dazu – zu den der Norm entsprechenden Erfolgreichen. Für kurze Zeit! Dann macht sich die Unzufriedenheit wieder breit, trotz (materiellen) Siegen. Die innere Leere zieht wieder ein und der Mensch unterliegt seinen unbewussten emotionalen Süchten. Nochmal von vorne, neues Ziel in der Hoffnung auf Glück – so viel gelernt, gearbeitet und doch immer wieder das gleiche gemacht. Gut funktioniert, perfektioniert, teilweise fast das eigene Leben ruiniert. Die Frage nach dem Sinn ist wieder da. Wer bin ich?
Im Angesicht des Spiegels tauchen Fragen auf wie: “Wofür das Ganze?”, “Was gibt es noch?”, “Ist es das wert?” Unzufriedenheit und eine tiefe, innere Leere kann sich breit machen.

 

Der Wandel:

Um auf Ebene drei zu kommen, muss der Mensch die Illusion der Kontrolle aufgeben. Gerade jetzt, wo er glaubt zu wissen, wie´s funktioniert .Vielleicht brauchen deshalb viele Menschen die Erschöpfung, um zur inneren Ruhe zu kommen. Einen erzwungenen Boxenstopp, um sich sortieren zu können. Die tiefe Erkenntnis nichts unter Kontrolle zu haben und sich diesem Wissen in Liebe hinzugeben kann zur nächsten Ebene führen.

Ebene drei: Im Leben: “Durch mich.”

 

Auf Ebene drei wurden viele anerzogene “Regeln” und Glaubenssätze justiert und ersetzt. Der eigene Weg ist gefunden. Du bist frei von Wertungen, Angst, Kultur und Religion. Die konditionierte Normalität wurde verlassen und ein tieferes Verständnis darüber erlangt, dass das Leben keine zufällige Aneinanderreihung von Ereignissen ist. Du weißt inzwischen, dass es ein intelligentes sich Entfalten ist und gehst gleichmütig mit den Begebenheiten um. Du dienst als “Instrument”, als Werkzeug, durch das das Leben freigesetzt wird. Deine Offenheit und dein Vertrauen erlauben, dass sich durch dich das Leben voll und ganz entfalten kann. Kontrolle und Macht über Situationen hast du aufgegeben. Du bist nicht mehr der egogesteuerte, mit geschultem Verstand agierende Mensch, sondern der durch Inspiration im Moment Handelnde. Du bist viel mehr als deine Gedanken. Durch dich wird der Fluß zum Leben erweckt. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Einen falschen Zeitpunkt, einen falschen Ort gibt es nicht.

Ein tiefes Gefühl der Verbundenheit, mit allem im Leben, macht sich breit. Im wahrsten Sinne. Körper, Geist und Seele sind im Einklang. Kraftvolle Energie wird freigesetzt und du lebst deine Berufung und folgst deiner inneren Bestimmung, irgendwie geführt. Du setzt um, handelst, realisierst und nutzt deine kreative Ader. Das eine fließt ganz automatisch in das andere – ohne großes Engagement. Es entsteht der Eindruck, dass bereits der bloße Gedanke ausreicht, damit die Dinge realisiert werden. Manche Menschen sagen, dass man zum “Schöpfer der Wirklichkeit” wird. Die Frage nach dem “Wie?” ist hier völlig irrelevant. “Es” passiert einfach. Liebe und Glückseeligkeit begleiten dich. Du bist glücklich und erfüllt. Hermann Hesse drückt diesen Zustand wie folgt aus:

 

Glück
Solange du nach dem Glücke jagst,
Bist du nicht reif zum Glücklichsein,
Und wäre alles Liebste dein.

Solange du um Verlorenes klagst
Und Ziele hast und rastlos bist,
Weißt du noch nicht, was Friede ist.

Erst wenn du jedem Wunsch entsagst,
Nicht Ziel mehr noch Begehren kennst,
Das Glück nicht mehr mit Namen nennst,

Dann reicht dir des Geschehens Flut
Nicht mehr ans Herz, und deine Seele ruht.

 

Der Wandel:

Und doch gibt es noch eine vierte Stufe …., wenn das Gefühl des Getrennt-Seins schwindet und alles eins wird in deinem Bewusstsein ( denn es ist und war schon immer eins).

Ebene vier: Alles ist eins: “Als mich.”

 

Hier ist alles eins. “Oh mein Gott, – ich bin es.” Hmm, was kann ich darüber schreiben? Es Bedarf nicht der Worte, denn die wären an dieser Stelle nur wiedergekaute Gedanken. In manchen Träumen und tiefen Meditationen werden Momente des Eins sein erlebt. Das völlige hingeben, sich öffnen und transzendieren. Doch sobald uns das dort bewusst wird, ist es häufig schnell vergangen. Das Alles ist eins, in diesem Moment, heilt und befreit zugleich. Dieser Zustand der Liebe scheint jenseits der Beschreibungen zu liegen und doch erreichbar. Sollten Sie also Ideen und Anregungen für diese Bewusstseinstufe haben und dies lesen, dann freue ich mich über …

 

Welchen Nutzen können diese vier Stufen haben?

Einstein sagte: “Probleme kann man niemals auf der Ebene lösen, auf der sie entstanden sind.”
Wenn Sie in die Ebenen zwei und drei wollen, begleiten wir Sie gerne ein Stück. Das “neue Denken”, das Erkennen von sich selbst und weitere Methoden unterstützen den Prozess des Wer bin ich?.