Kommunikation

Es wird viel geredet und doch wenig gesagt.

Es wird viel geredet und doch wenig gesagt. Viel gehört und noch weniger verstanden. Zudem haben wir weniger Zeit, um mehr mitzuteilen. Diese Voraussetzungen bilden den besten Nährboden für Missverständnisse, Unzufriedenheit und Frustration. Studien belegen, dass diese Art der Kommunikation Unternehmen in Deutschland das ca. 9.000€/Jahr kosten (Mehr Infos) und dass es in Beziehungen am häufigsten knirscht (42% der Befragten), wenn es darum geht Entscheidungen zu fällen.

Genau das macht es wertvoll, Hintergründe der Kommunikation (Mehr Infos) genauer zu erlernen und zu nutzen. Das Gesagte so zu formulieren, dass die eigenen Ziele mit geringem Aufwand erreicht werden. Mit der Flexibilität und dem Können des Anwenders; mit Ihrer Flexibilität und Ihrem Können. Überall dort, wo es bisher zu Missverständnissen, einem zeitlichen Mehraufwand und in Folge dessen einer Unzufriedenheit auf beiden Seiten kamt. Dabei war doch jeder: “Stets bemüht.”

Und stets bemüht reicht einfach nicht.

Ineffiziente Kommunikation kostet Unternehmen 9.000 € pro Arbeitnehmer/Jahr in Deutschland:

 

Mitel®, führte eine unabhängige Studie in den USA und Europa durch, indem über 900 Mitarbeiter befragt wurden. Die Studie untersuchte, wie in Unternehmen kommuniziert und zusammengearbeitet wird.  Das Ergebnis zeigt auf, dass durch traditionelle Kommunikationsgewohnheiten und -lösungen ein klarer Produktivitätsverlust entsteht. Dadurch verlieren Unternehmen in Deutschland durchschnittlich 9000.- € pro Mitarbeiter und Jahr. Unter anderem dadurch, dass:

  • – in Deutschland 12% der Arbeitszeit mit ineffizienter Kommunikation verschwendet wird.
  • – das führt zur Behinderung der Teamzusammenarbeit bis hin zur Verhinderung.
  • – Unternehmen mit 500 Mitarbeitern ca. 5 Millionen Euro pro Jahr verlieren.
  • – Arbeitnehmer mehr als zwei Drittel ihrer Zeit mit Kommunikation verbringen.
  • – E-Mail als Kommunikationsweg für 53% der Befragten ein Produktivitätskiller darstellt (Wer hätte das gedacht?)

 

Webtorials Workplace Productivity and Communications Technology Report: Ergebnisse und Analyse basieren auf den Antworten von mehr als 900 Umfrageteilnehmern aus Unternehmen in Nordamerika und Westeuropa, davon 250 in Deutschland. Die vollständigen demographischen Informationen sind in der Studie zu finden.

In Beziehungen: Missverständnisse an der Tagesordnung

 

Im Juni 2015 befragte das Marktforschungsinstitut INNOFACT AG und Parship 1.040 Personen zwischen 16 und 65 Jahren. Das Ergebnis daraus: in mindestens jedem dritten Gespräch der Befragten treten Missverständnisse auf. Vor allem dann, wenn es darum geht Aufgaben zu erledigen (36%) oder Entscheidungen zu treffen (42%).  Bei jedem fünften Paar kommt es sogar bei mehr als jeder zweiten Unterhaltung zu Missverständnissen.

Mögliche Ursachen

Bei der Frage, in welchen Situationen die Kommunikation aus dem Ruder läuft, gehen die Meinungen auseinander. 42% der Herren sind der Überzeugung, dass sie vor allem bei Entscheidungen mit ihrer Partnerin Konflikte haben. So streiten 31 % der Damen ohne dabei das eigentliche Thema zur Sprache zu bringen und 24% der Damen erwarten dann, dass er weiß, was los ist oder sind der Überzeugung, dass er sich um klare Ansagen drückt.
36 Prozent der Männer empfinden die Kommunikation der Partnerin stellenweise als ignorant. Diese Verhaltensweise bringt die Männer zur Weißglut, während 25 Prozent der Frauen sich wünschen, dass er mehr zwischen den Zeilen liest.

Können Sie mitreden?

 

… oder anders formuliert: Finden sie sich in den zwei Studien wieder? Da kann es sich doch lohnen mehr über die Methoden erfolgreicher Kommunikation zu erlernen. Von psychologischen, leicht verständlichen Hintergründen, über Methoden um zwischen den Zeilen zu  lesen, aktives Zuhören zu praktizieren, nonverbale Sprachmustern zu nutzen, bis hin zu komplexeren Themen wie Schlagfertigkeit oder vertrauensvolle Gesprächsführung finden Sie auf diesen Seiten wertvolle Angebote. Verantwortungsvoll, flexibel und effizient. Erlernbar in machbaren Schritten. Kongruent und alltagstauglich.

 

Wie sagte schon der große Meister Paul Watzlawic:

Zitat: “Man kann nicht nicht kommunizieren.”

Manipulation in der Kommunikation

 

Die Manipulation in der Kommunikation beinhaltet vier Aspekte:

  • – Die Person macht es vorsätzlich!
  • – Auf den eigenen Vorteil bedacht!
  • – Zum Nachteil des Gesprächspartners!
  • – Für den Gesprächspartner nicht erkennbar!

 

Um sich vor der Manipulationen schützen zu können, müssen Sie Manipulationen erkennen. Aus diesem Grund müssen Sie verstehen wie Manipulation funktioniert und wie Sie bestmöglich damit umgehen können. Es ist stets Ihre Entscheidung, wie Sie damit umgehen und welche Methoden Sie selbst anwenden. Je mehr Sie kennen, umso flexibler und effizienter sind Sie deren Umgang. Wort sei Dank.

Mythos nonverbale Kommunikation

 

93 Prozent der Kommunikation ist nonverbal! Das bestätigen viele Studien. Wirklich?

Wahrscheinlich haben Sie diese Aussage auch schon einmal gelesen oder in einem Seminar erlernt. Untermauert mit zahlreichen wissenschaftlichen Berichten. (Da es hier  um Kommunikation geht: Haben Sie die je hinterfragt?) Nonverbale Kommunikation – in diesem Zusammenhang wird häufig die 1971 durchgeführte Studie von Albert Mehrabian zitiert. Auch bekannt als die 55/38/7-Regel. Die Zahlen stehen dabei für:

 

  • – 55% der Information werden durch das Gesicht vermittelt.
    – 38% der Information werden über die Stimme vermittelt.
    – 7% der Information werden verbal vermittelt.

Das Fazit für viele: Inhalt macht nur 7% aus – viel wichtiger ist die nonverbale Kommunikation. Lassen Sie uns an diesem Beispiel einen Aspekt für erfolgreiche Kommunikation überprüfen. Gehen wir ins Detail. Wie wurden die Experimente durchgeführt?

 

– Albert Mehrabian ließ Teilnehmer ausgewählte Wörter (“danke”, “schrecklich”, “wirklich”) nach deren emotionalen Wertigkeit (positiv – negativ – neutral) einschätzen.
– Anschließend wurden diese Wörter in einem bestimmten Tonfall (positiv, negativ, neutral) vorgelesen und bewertet.
– Dann ließ er die Studienteilnehmer die neutralen Wörter einschätzen, während diese ein Bild mit einer positiv, einer negative und einer neutral aussehenden Person anschauten.

 

So kam das Ergebnis der Studie zustande, welche besagt, dass unsere Gesamtsympathie für eine fremde Person, die wir zufällig treffen sich aus 55% Sympathie für dessen Gesicht, aus 38% stimmlicher und 7 % verbaler Sympathie zusammensetzt. Das Ergebnis als allgemeine Kommunikationsregel zu nutzen ist unserer Meinung nach überzogen. Mehrabian selbst, machte sogar darauf aufmerksam, dass dies nicht ohne weiteres auf die gesamte Kommunikation übertragen werden kann.

 

Überprüfen Sie das selbst in Ihrem Alltag:

Tauschen Sie in Gesprächen nur einzelne Wörter aus?
Teilt Ihnen Ihr Gesprächspartner nur einzelne Wörter mit?
Sehen Sie während des Gespräches nur einen Gesichtsausdruck Ihres Gesprächspartners und vermissen die Vielfältigkeit seiner Körpersprache und Mimik? Wahrscheinlich nicht!

Dann haben Sie hier bereits ein hervorragendes Beispiel für uneffiziente Kommunikation.  93% nonverbal – das würde bedeuten, dass Sie gar nicht zuhören müssen und doch das Meiste mitbekommen … Was aber kann abgeleitet werden aus dieser Studie?